Die neue Gemeinsame Agrarpolitik wurde geändert und der neue THC-Höchstgehalt auf dem Feld wurde wieder auf 0,3 % zurückgesetzt.
Im Oktober 2020 stimmte das Europäische Parlament dafür, den zulässigen THC-Gehalt auf dem Feld von 0,2 % wieder auf 0,3 % anzuheben. Heute, ein Jahr später, wurde der endgültige Vorschlag der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vom Rat nach der Schlussabstimmung im Europäischen Parlament am 24. November angenommen.
Die neue GAP tritt am 1. Januar 2023 in Kraft und erkennt die Möglichkeit für EU-Landwirte an, Direktzahlungen für im EU-Katalog registrierte Hanfsorten mit einem Höchstgehalt von 0,3 % THC zu erhalten.
Diese Änderung bedeutet eine mögliche Vergrößerung der im EU-Katalog akzeptierten Anzahl von Hanfsorten. Zur Erinnerung: Dieses Niveau gilt nur, wenn Landwirte Direktzahlungen erhalten wollen, was bedeutet, dass es in Europa möglich ist, Hanf mit einem THC-Gehalt auf dem Feld von über 0,3 % zu pflanzen, sofern es durch nationale Vorschriften zugelassen ist (z. B. 0,6 % in Italien; 1 % in der Tschechischen Republik).
"I have been fighting for this moment for over a decade. My special thanks go to our amazing team in Brussels, who have made this possible.” Deutsche Übersetzung: „Ich kämpfe seit über einem Jahrzehnt für diesen Moment. Mein besonderer Dank gilt unserem großartigen Team in Brüssel, das dies möglich gemacht hat.““, sagt Daniel Kruse, Präsident der European Industrial Hemp Association (EIHA).
“This is a great day for the hemp sector and another step towards a greener future for Europe. However, if compared to other countries worldwide, 0, 3 % is still a low limit; for instance, Switzerland, in the heart of Europe, has a higher number, and other EU countries already work with higher limits as well. Scientific studies and many years of experience prove that higher limits pose absolutely no safety risk for consumers. The EU lays the foundation for a growing, green and sustainable industrial hemp sector across our Union and it has the chance to achieve a level playing field again in global competition when it comes to the industrial hemp sector.” Deutsche Übersetzung: „Dies ist ein großartiger Tag für den Hanfsektor und ein weiterer Schritt in Richtung einer grüneren Zukunft für Europa. Im Vergleich zu anderen Ländern weltweit sind jedoch 0,3 % immer noch ein niedriger Grenzwert; beispielsweise gilt in der Schweiz, im Herzen Europas, ein höherer Wert, und auch andere EU-Länder arbeiten bereits mit höheren Grenzwerten. Wissenschaftliche Studien und langjährige Erfahrung belegen, dass höhere Grenzwerte absolut kein Sicherheitsrisiko für Verbraucher darstellen. Die EU legt die Grundlage für einen wachsenden, grünen und nachhaltigen Industriehanfsektor in unserer gesamten Union und hat die Chance, in diesem Sektor im globalen Wettbewerb wieder gleiche Wettbewerbsbedingungen zu erreichen.”
Quelle: EIHA.org