In Umfragen des New York State Office of Cannabis Management berichteten Patienten über einen geringeren Bedarf an verschreibungspflichtigen Opioiden; Gesundheitsdienstleister äußerten ihre Ansichten zu medizinischem Cannabis. Es handelt sich um selbst berichtete Erfahrungen und Meinungen, nicht um Ergebnisse einer kontrollierten Behandlungsstudie.
Die Umfragen vom Juni 2023 wurden an 4.113 Gesundheitsdienstleister und 123.075 Patienten mit gültigen, abgelaufenen oder widerrufenen Bescheinigungen versandt. Es gingen Antworten von 265 Gesundheitsdienstleistern und 10.781 Patienten ein, wie der Jahresbericht 2024 der Behörde bestätigt. Die größeren Zahlen bezeichnen die kontaktierten Personen, nicht diejenigen, die die Umfragen beantworteten.
Wichtige Ergebnisse aus der Umfrage
Zu den bemerkenswerten Ergebnissen gehören:
- 84 % der antwortenden Gesundheitsdienstleister, die Opioide verschrieben unterstützten den Einsatz von medizinischem Cannabis zur Verringerung des Opioidgebrauchs bei der Schmerzbehandlung. Dieses Ergebnis bezieht sich auf die Untergruppe von 129 Fachkräften, die Opioide verschrieben.
- 75 % der antwortenden Gesundheitsdienstleister glauben, dass Cannabis im Vergleich zu Opioiden ein geringeres Risiko birgt.
- 66 % der antwortenden Patienten gaben an, dass sie durch die Verwendung von medizinischem Cannabis weniger auf verschreibungspflichtige Opioide angewiesen waren.
Der Umfragebericht erfasst wahrgenommene Veränderungen des Opioidbedarfs. Er belegt nicht, dass Cannabis diese Veränderungen verursacht oder eine Opioidabhängigkeit verringert hat. Diese Unterscheidung ist bei der Diskussion über Maßnahmen gegen die Opioidkrise wichtig.
Patientenzufriedenheit mit New Yorks medizinischem Cannabis-Programm
Die Umfrage zeigte auch eine hohe Zufriedenheit der Patienten mit dem medizinischen Cannabisprogramm des Staates. Beachtliche 79 % der antwortenden aktiven Patienten erklärten, dass sie das Programm nach Ablauf ihrer aktuellen Bescheinigung weiter nutzen möchten, und 86 % der Befragten gaben an, dass sie das Programm Freunden oder Familienmitgliedern empfehlen würden.
Die breiteren Auswirkungen
Diese Antworten geben Einblick in die Einstellungen innerhalb des Programms. Sie belegen keine größere Sicherheit im Vergleich zu anderen Behandlungen und rechtfertigen keine Änderung einer verschriebenen Behandlung ohne ärztliche Begleitung. Der Bericht empfiehlt Patienten, eine mögliche Verringerung ihrer Opioiddosis mit ihren behandelnden Fachkräften abzustimmen.
Die Ergebnisse des Staates New York tragen zu einer breiteren Diskussion über die Rolle von Cannabis im zeitgenössischen Gesundheitswesen bei, insbesondere im Zusammenhang mit der anhaltenden Opioidepidemie.
Meine Perspektive auf die Ergebnisse
Als Journalist, der im Laufe der Jahre verschiedene Aspekte der Gesundheitsversorgung behandelt hat, finde ich diese Umfrageergebnisse sowohl überzeugend als auch ein Hinweis auf eine signifikante Veränderung der Schmerzbehandlungspraktiken.
Die Zufriedenheit der Patienten und die befürwortenden Meinungen der Gesundheitsdienstleister sind nützliche Erkenntnisse, sollten aber im Zusammenhang mit der Gruppe der Antwortenden betrachtet werden. Menschen, die nie am Programm teilgenommen hatten, waren nicht vertreten.
Weitere Forschung ist nötig, um berichtete Erfahrungen von tatsächlichen Behandlungseffekten zu unterscheiden. Diese Ergebnisse können dazu beitragen, ohne als Beleg dafür zu gelten, dass Cannabis eine Opioidabhängigkeit behebt.